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Regenschlacht zum 21. Drei-Talsperren-Marathon
   Den größten Beifall zur Siegerehrung des diesjährigen Drei-Talsperren-Marathons erhielten die Helferinnen und Helfer an der Strecke und im Stadion, die bei den bisher extremsten Wetterbedingungen in seiner Geschichte einen tollen Job machten. „Dass Ihr das so durchgezogen habt, ist eine Wahnsinnsleistung. So etwas wie bei Euch muss man anderswo erst einmal finden“ So urteilte ein Vertreter des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, der am Halbmarathon teilgenommen hatte. Ein anderer Sportler bedankte sich beim Organisationsteam für die tolle Atmosphäre trotz schwierigster Wetterbedingungen. „Wenn man sieht, mit wie viel Liebe und Herzblut auf kleinste Details geachtet wird, wie man unglaublich freundlich auf der Strecke betreut wird, dann muss man einfach wieder kommen.“ Schönere Komplimente kann man dem Veranstalter nicht machen. Das soll gerne an alle, die mitgeholfen haben, weitergegeben werden. Ihnen allen gilt ein riesen Dankeschön.
Noch am Abend zuvor beim Einräumen des Festzeltes war nicht klar, ob bei dem einsetzenden starken Regen am nächsten Morgen überhaupt ein Sportler auf die Strecke gehen kann, und dass nach fast 3 Wochen schönstem Sommerwetter! Die Enttäuschung stand den Verantwortlichen schon ein wenig im Gesicht geschrieben. Als dann aber am Samstagmorgen die Autokarawane wie gewohnt an der Bretschneider-Sportstätte anrollte, waren alle negativen Gedanken verflogen.
Dass am Ende noch 75 Nachmeldungen erfolgten, war angesichts des Dauerregens schon der erste Erfolg der Veranstaltung. Es gab nur noch eine Devise: „Wir ziehen das durch.“ Am Ende des Tages waren alle zufrieden und stolz darauf, bei diesen Bedingungen eine gute Leistung gebracht zu haben. Dreckig und völlig durchnässt kamen die Radfahrer und Läufer ins Ziel, ohne dass es der üblichen Atmosphäre im Zielgelände einen Abbruch tat. Insgesamt hatten 1086 Sportler für den 21. drei Talsperren Marathon gemeldet. Von diesen haben 201 das Ziel nicht erreicht bzw. sind gar nicht erst zum Start angetreten. Dies ist mit 81,5 % Zieleinläufen ein super Ergebnis. Für die Radrennen meldeten 672 Sportler, für die Laufwettbewerbe 414. Das Teilnehmerfeld war auch in diesem Jahr wieder international. Der am weitesten gereiste Sportler war Thomas Alm aus Stockholm, der beim Marathon mit lief. Im Halbmarathon gewann sogar eine Tschechin in ihrer Altersklasse. In den Radwettbewerben Namen neben Tschechen auch Österreicher (aus Innsbruck) teil.
Ein herzliches Dankeschön muss auch allen Teilnehmern allein deshalb ausgesprochen werden, weil es keinerlei schwere Unfälle gab. Das Team von der Bergwacht Carlsfeld hat dank der rücksichtsvollen Fahrweise der Sportler einen entspannten Nachmittag verbringen dürfen. Selbst die Streckenänderungen, die wiederum aufgrund der zahlreichen Baustellen notwendig wurden, wirkten sich nicht negativ aus.Streckenchef Klaus Trommer (li.) vom Marathonverein Eibenstock e.V. hatte im Vorfeld des Wettkampfes so viel Arbeit wie in keinem Jahr zuvor. Man muss ihm, seinem Team und der Stadtverwaltung für die Präperation der Wettkampfstrecken und der Ausschilderung der Umleitungen ein großes Kompliment aussprechen.
Auf den langen Strecken verteidigten die Vorjahressieger ihre Titel. Im Marathonlauf siegte auf der um etwa 1,5 km kürzeren Strecke Holger Zander vom Läuferbund Schwarzenberg in 2:39:08 h. Zweiter wurde Marko Gränitz vom Laufwerk Würzburg und dritter Sören Schramm vom Landgericht Chemnitz. Bei den 100 km Rad gewann Sebastian Stark vom TBR Werner vor Jonas Hummel vom Team Loony Toons Chemnitz und Erik Knauf vom Skiverein Schönheide. Bei den Frauen holte sich im Marathonlauf Antje Müller vom LFV Oberholz Leipzig in 3:13:39 h den Sieg vor Patrizia Hummel aus Siebenlehn und Christiane Türke vom Landesamt für Steuern und Finanzen. Auf der langen Raddistanz siegte Franziska Nehl in 5:21:52 vor Katharina Baumgärtel vom Skiclub Carlsfeld e.V.
Für die einheimischen Sportlerinnen und Sportler war der diesjährige drei Talsperren Marathon erfolgreich wie nie zuvor. Auf der 100 km Strecke gewann Kai Leidenberger als Gesamtvierter in seiner Altersklasse. Victor Staab (Marathonverein Eibenstock e.V.) als Gesamtsiebenter bzw. Robby Neubert (Skiclub Carlsfeld e.V.) als Gesamtsiebenunddreißigster holten jeweils Bronze. Im Marathonlauf gewann Michael Pawlowsky vom ESV 90 e.V. in der M35 Silber. Man kann den Teilnehmern auf diesen langen Strecken nur Respekt und Anerkennung zollen, waren sie doch am längsten diesen schlechten Bedingungen auf der Strecke ausgesetzt. Weiterhin konnten über 8 km Dominic Neubert (Oberschule Eibenstock) die Goldmedaille, Isabell Raabe (Marathonverein Eibenstock e.V.) die Silbermedaille sowie Christina Thümmel und Andy Förster (beide Marathonverein Eibenstock e.V.) die Bronzemedaille holen. Auf der 50 km Radstrecke gewannen Sina Unger (SV Stützengrün e.V.) und Elisabeth Höll (SC Carlsfeld e.V.) jeweils Gold in ihrer Altersklasse. Über 30 km gewann Ulrich Herrmann (Marathonverein Eibenstock e.V.) und Lukas Beck wurde in seiner Klasse Dritter. Allen Medaillengewinnern seien die herzlichsten Glückwünsche des Organisationsteams ausgesprochen.
Dieser drei Talsperren Marathon hat viele kleine Geschichten geschrieben. Viele davon erzählen von der Hilfsbereitschaft und der Solidarität unter den Sportlern. Auch dass die Feuerwehrkapelle Carlsfeld es sich nicht nehmen ließ, zu spielen, verdient Respekt. Musikalisch wurde die Siegerehrung vom Schalmeienzug Eibenstock umrahmt. Auch dass die Sportler ihre Fahrräder unmittelbar nach dem Wettkampf mit Wasser abspritzen konnten, gehörte zu den vielen Details dieses Wettkampfs. Sprecher Rainer Zimmermann hat wie immer im Akkord die Zieleinläufe kommentiert und die Sportler mit allen Informationen versorgt. Die Kreisverkehrswacht, die Schuhorthopädie aus Aue und viele andere haben auch im Regen ihr Programm durchgezogen. Es bleibt zu hoffen, dass der Regen in diesem Jahr die gesamte Menge für die nächsten Jahre war, die für den Drei-Talsperren-Marathon vorgesehen sind. Eine zweite solche Regenschlacht haben der Marathonverein Eibenstock e.V. und seine vielen Helfer im nächsten Jahr nicht verdient.

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